Bericht zum Sieg
Satz eins ist zunächst ausgeglichen. Einen Block von Jaromir Zachrich gleicht sein Moerser Gegenüber Henning Wegter mit einem Ass aus. Ein erfolgreicher Gegenangriff von Nicolai Kracht bringt das 9:8 für evivo. Stefan Hübner und Christoph Eichbaum erhöhen ebenfalls per Gegenangriff auf 12:9 – auch, weil Dürens Block- und Feldabwehr die Chancen ermöglicht. Zum 21:16 baut Hübner den Vorsprung per Block aus. Moers markiert danach drei Punkte in Folge, da Hübner verzieht und Hooi mit dem Aufschlag punktet. Dessen niederländischer Landsmann aus Dürener Seite, Michael Olieman, tut es ihm gleich. Sein Ass ist das 24:20 für Düren und damit die Vorentscheidung.
In Durchgang zwei setzt sich evivo direkt zu Beginn ab, weil Moers am Netz scheitert und Kracht im Gegenangriff zum 10:6 punktet. Die Führung hat jedoch nicht lange Bestand. In der Folge wackelt die evivo-Annahme und erlaubt Moers den Ausgleich bei 16:16. Allerdings verliert Düren nicht den Faden und spielt trotz fehlender Wechselmöglichkeiten konzentriert und nervenstark weiter. Zum 19:17 nimmt der Schiedsrichter eine falsche Tusch-Entscheidung gegen Düren zurück. Kurz darauf landet ein Moerser Angriff nach gutem Kracht-Aufschlag im Aus. Die Gastgeber kommen trotzdem noch einmal zurück. Ein Netzroller und ein Block gegen den starken Dünnes bedeuten das 22:21 für den MSC. Das war´s mit der Führung für Moers. Beim Stande von 24:24 folgen die zwei Zachrich-Blocks.
Die Satzpause von zehn Minuten hilft dem MSC nicht. Das Ende des zweiten Satzes war wie ein Wirkungstreffer beim Boxen. Düren führt schnell 8:2, weil Dünnes im Gegenangriff auch aus schwieriger Situation punktet und Hübner sowie Merten Krüger im Block richtig stehen. Moers kommt nach einigen leichten Dürener Fehlern in Annahme und Angriff auf 10:13 heran. Das war´s aber schon. Zachrich blockt zum 16:11, Hübner holt ebenfalls per Block das 21:16 heraus – auch, weil Moers mit Dünnes starken Aufschlägen überfordert ist. Sehenswert ist ein Dünnes-Hechtbagger in der Abwehr, den Hübner mit einem erfolgreichen Angriff vergoldet. Düren fährt Satz und Spiel ungefährdet ein.
„Wir sind zur rechten Zeit zu einer starken Einheit geworden“, freute sich Trainer Sven Anton über die Leistung seiner Mannschaft. Düren spielte nervenstark, konzentriert und abgeklärt gleichzeitig. Bezeichnend war der Auftritt des jüngsten evivo-Spielers Merten Krüger. Der 20-jährige Regisseur schaffte es, trotz schlechterer Annahme-Quote auf der eigenen Seite, ein erfolgreicheres Angriffsspiel aufzuziehen als sein Gegenüber. Der heißt Dirk Jan van Gendt und ist 16 Jahre und über 200 Länderspiele für die Niederlande erfahrener als Krüger. „Ich freue mich riesig über unsere Leistung“, sagte Krüger. Der lange und mitunter schmerzhafte Lernprozess, den die evivo-Mannschaft in dieser Saison durchleben musste, macht sich jetzt offenbar bezahlt. Anders ist es nicht zu erklären, dass Düren die beiden schweren Auswärtsspiele in Bottrop und Moers so dominiert hat. Jetzt gilt es, die starke Leistung aus dem Auswärtsspiel am Mittwoch in Düren zu bestätigen. Dann stehen die Chancen gut, dass evivo den Sprung in das Halbfinale schafft. „Die Chancen sind nach wie vor 50:50“, wiederholte Sven Anton seine Einschätzung. Schließlich habe Moers die Normalrunde nicht umsonst besser abgeschlossen als Düren. „Da wartet ein schweres Stück Arbeit auf uns“, so Anton.
















