Das Viertelfinale
Jetzt geht die Saison erst richtig los!
Diese Worte stammen von Christian Dünnes, dem wichtigsten Angreifer des Volleyball-Bundesligisten evivo düren. Die Mannschaft von der Rur will sich in den kommenden Wochen die Belohnung für die gute Arbeit der vergangenen Monate abholen. Die volle Konzentration gilt dabei dem Duell mit dem Netzhoppers Königs Wusterhausen (KW). Die Mannschaft aus Brandenburg ist der Dürener Gegner im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft. Das Duell der beiden Teams beginnt am Samstag, 27. März um 19.30 Uhr in der ARENA Kreis Düren. Dann stehen sich beide Kontrahenten ein erstes Mal gegenüber. Düren hat als Drittplatzierter der Normalrunde zuerst Heimrecht. Die Netzhoppers haben Platz sieben belegt, sind aber nach dem Lizenzentzug des VC Franken noch eine Position nach oben gerutscht. Düren geht als Favorit in das Duell. Dem Wörtchen Aber kommt in diesem Zusammenhang jedoch besonders viel Bedeutung zu: KW ist die einzige Mannschaft, gegen die Düren in dieser Saison bisher noch nicht gewinnen konnte. Zwei Mal gab es eine 2:3-Niederlage gegen die Mannschaft von Ex-evivo-Trainer Mirko Culic. Eine Warnung vor Bruder Leichtfuss dürfte deshalb nicht notwendig sein. Düren hat die Stärken des Gegners zwei Mal schmerzhaft kennen gelernt. „Die sind wie eine Gummi-Wand“, weiß Fabian Kohl, der Dürener Abwehrchef, zu berichten. Die Culic-Truppe ist stark in der Abwehr. Diese Eigenschaft hat die Mannschaft nicht zuletzt Nationalspieler Sebastian Prüsener zu verdanken. „Er zählt sicher zu den besten Liberos in Deutschland“, sagte Kohl ganz neidlos über den Rivalen. Zudem überzeugen bei den Netzhoppers Regisseur Manuel Rieke und Hauptangreifer Matthias Böhme. Letzter ist der einzige Spieler der Liga, der mehr Angriffspunkte gesammelt hat als evivos Christian Dünnes. „Wir müssen dafür sorgen, dass KW an seine Grenzen stößt“, sagte Fabian Kohl voller Selbstvertrauen. Dass evivo dazu in der Lage ist, daran hat der 20-Jährige keine Zweifel. Co-Trainer Keith Hansen stimmt ihm zu. „Wir sind die bessere Mannschaft. Das haben auch die zwei Niederlagen gezeigt. Wenn wir konzentriert spielen, dann haben wir sie im Griff.“ Das war in beiden Duellen dieser Saison bisher nicht lange genug der Fall. Beide Male musste sich evivo mit neuen Verletzungssorgen plagen und konnte das Niveau nicht hoch halten. Beide Mal tanzten die Netzhoppers anschließend ihren Siegestanz, während sich Dürens Spieler über bittere Niederlagen ärgerten. „Unsere Motivation wird sicher sehr hoch sein“, sagte Spielmacher Sebastian Kühner.
Apropos Spielmacher: Während KW erneut in Bestbesetzung gegen evivo antreten kann, muss sich das evivo-Trainerteam um Sven Anton wieder mit Personalproblemen herumschlagen. René Reinaerts und Alexander Mayer sind nach wie vor verletzt und können nicht eingreifen. Jetzt hat es zu allem Unglück auch noch Ilja Wiederschein und Sebastian Kühner erwischt. Beide Regisseure haben Kniebeschwerden und konnten diese Woche bisher noch nicht beziehungsweise nur sehr eingeschränkt trainieren. Die evivo-Verantwortlichen hoffen jedoch, dass zumindest einer der beiden Regisseure bis zum Samstag spielfähig ist.
Wie so oft in dieser Saison ist die Mannschaft also gefragt, enger zusammen zu rücken, um die schwere Aufgabe zu meistern. Wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Viertelfinal-Serie aus Dürener Sicht ist das Publikum. Spieler und Trainer freuen sich darauf, am Samstag wieder auf die starke Unterstützung der vielen Fans zählen zu können.
Zum Einzug in das Halbfinale sind zwei Siege notwendig. Steht nach der Partie am Mittwoch, 31. März in KW noch kein Sieger fest, so fällt die Entscheidung am 3. April mit einem erneuten Spiel in Düren.
Die weiteren Spiele im Viertelfinale
VfB Friedrichshafen – RWE Volleys Bottrop
Generali Haching – TV Bühl
SCC Berlin – EnBW TV Rottenburg
Das Hinspiel des Duells zwischen Berlin und Rottenburg musste aufgrund der Europapokal-Verpflichtungen des SCC vorgezogen werden. Berlin hat 3:0 gewonnen.
















