Auf Platz drei in die Playoffs
Dazu muss sich die Mannschaft im Vergleich zum jüngsten Spiel gegen die Wuppertal Titans steigern. Düren präsentierte sich im ersten und dritten Satz souverän und hatte ansonsten Mühe, sich die Gäste vom Leib zu halten. „Ich hatte jedoch zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, das uns das Spiel aus der Hand gleiten könnte“, sagte Kapitän Jan Umlauft.
Zu Beginn wackelte die Dürener Annahme stark. Als Umlauft dann mit einem Angriff auch noch die Netzantenne zum Wackeln brachte, lagen die Titans plötzlich mit 10:5 in Führung. Das Blatt wendete sich jedoch schnell. Düren schaltete einige Gänge hoch und ließ den Gast aus dem Bergischen Land einfach links liegen. Starke Blockaktionen von Sebastian Kühner und Renzo Verschuren, ein geschickt platzierter Gegenangriff von Umlauft und ein unübersehbares Loch im Block der Gäste ließen Düren auf 17:13 davon eilen. Leichte Fehler der Gäste und weitere Blockpunkte auf Dürener Seite bedeuteten am Ende das 25:19.
Satz zwei sah lange nach einer sicheren evivo-Beute aus. Spätestens, als Christian Dünnes bei einer Rettungsaktion unter den Tisch der Anschreiber rutschte und Renzo Verschuren anschließend mit einem guten Block zum 19:15 punktete, schien der Satz gewonnen zu sein. Dann erlaubte sich evivo einige Angriffsfehler, die Titans dagegen steigerten sich und hatte bei zwei Schiedsrichter-Entscheidungen, die den 23:23-Ausgleich statt der eigentlich fälligen 25:21-Führung für Düren zur Folge hatten, Glück. Jetzt spielten die Titans erfolgreich Block und Feldabwehr und bejubelten beim 28:26 den Satzgewinn.
Düren wirkte verunsichert. Verstärkt wurde dieser Eindruck, weil Spielmacher Sebastian Kühner plötzlich verletzungsbedingt passen musste. Beim Aufwärmen vor dem dritten Durchgang verdrehte sich der 23-Jährige das Knie. Für ihn musste der angeschlagene Ilja Wiederschein, der eigentlich aufgrund von Knieproblemen geschont werden sollte, ran. Trotz großer Schmerzen spielte Wiederschein die Partie tapfer zu Ende. Bis zum 10:11 aus Dürener Sicht produzierten beide Teams viele Eigenfehler. Düren war jedoch in der Lage, diese fast gänzlich abzustellen. Wuppertal war nun völlig abgemeldet gegen den starken Block um Verschuren und Artur Augustyn sowie die guten Angriffe von Dünnes und Umlauft. 15:6 lautete die eindeutige Punkteverteilung im Rest des Durchgangs.
Im letzten Satz wurde es noch einmal eng, als Wuppertal nach Dürener Annahme-Schwächen von 9:13 auf 11:13 heran kam. Düren ließ sich jedoch nicht beirren, stellte den Vier-Punkte-Abstand schnell wieder her und gewann schließlich Satz und Spiel mit 25:21.
Die volle Aufmerksamkeit gilt jetzt dem Duell mit den Netzhoppers Königs Wusterhausen. Motivationsprobleme dürften im Dürener Lager überhaupt nicht zu finden sein. Zum einem geht es um den Einzug in das Halbfinale, zum anderen will sich die Mannschaft für die zwei knappen 2:3-Niederlagen revanchieren. Ernsthafter sind da schon die Knieprobleme der beiden Spielmacher. Derzeit ist sowohl bei Sebastian Kühner als auch bei Ilja Wiederschein fraglich, ob ein Einsatz am Wochenende möglich ist.
















