In Moers gewonnen
Im ersten Satz konnte sich evivo bis zur zweiten technischen Auszeit eine Führung von 16:14 herausspielen. Allerdings zeigte die Mannschaft dann im Außenangriff Schwächen. Nikolai Kracht beförderte einen Ball ins Aus, Jan Umlauft wurde geblockt und der MSC bejubelte eine 20:19-Führung. Dann war Düren zwei Mal in der Abwehr zu Stelle und Umlauft verwandelte zwei verteidigte Bälle in Punkte. Düren führte 24:23 und konnte den zweiten Satzball zum 26:24 nutzen.
Die Geschichte von Satz zwei ist schnell erzählt. Den Unterschied machten die starken Aufschläge des MSC aus. Tim Broshog, Victor Bird und vor allem Szabolcs Nemeth langten mit ihrem Service mächtig hin. Dürens Annahme wackelte nachhaltig, im Verlauf des Satzes auch gegen weniger druckvolle Aufschläge. So kam Moers immer wieder zu direkten Punkten oder Punktchancen. Über 16:13 und 21:15 zogen die Gastgeber vom Niederrhein zum 25:21 davon. Der MSC war im Spiel angekommen und feierte jeden Punkt energisch.
So ließen sich die Gastgeber von drei frühen Eigenfehlern in Satz drei nicht schocken. Düren führte 8:5, hatte dann jedoch erneut Probleme in der Annahme. Es folgten nicht gut vorbereitete Angriffe, die Christian Dünnes und Kracht vergaben. Moers führte 10:9 und baute den knappen Vorsprung nach einem Block gegen Umlauft zum 17:15 auf. Jetzt übernahm Düren aber wieder das Kommando und verbuchte Dank Dünnes vier der nächsten fünf Punkte für sich. Beim 19:18 kam Felix Isaak an den Aufschlag. Der MSC hatte mit den Flatteraufschlägen merklich zu kämpfen und als Isaak mit einem Netzroller das 21:18 markierte, war die Vorentscheidung gefallen. Anschließend verteidigte Dünnes stark, um dann auch den Gegenangriff zum 23:19 zu vollstrecken.
Satz vier begann mit einer ganz frühen Auszeit von Dürens Trainer Sven Anton. Nach drei leichten Fehlern lag sein Team 0:3 hinten. Das änderte sich mit starken Aufschlägen von Ilja Wiederschein und einem schönen Einerblock von Renzo Verschuren schnell. Düren glich aus, Bird patze auf Moerser Seite und Dünnes besorgte mit einem starken Aufschlag das 8:6. Der Dürener Diagonalangreifer war es auch, der einen langen Ballwechsel zu evivos Gunsten beendete und auf 15:12 erhöhte. Aber auch diese Führung hatte nicht lange Bestand. Erneut wackelte die Annahme und Moers glich zum 15:15 aus. Von jetzt an schaffte es Düren, die Eigenfehler zu reduzieren, ohne in Sachen Druck nachzulassen. Der nächste Moerser Angriffsfehler brachte Düren das 17:15. Zum 21:18 schlug Kracht nach mehreren guten Dürener Abwehraktionen gekonnten den MSC-Block an. Momente später stand die Block- und Feldabwehr wieder gut und Dünnes verwandelte mit einem kurzen Ball zum 22:18. Das war die Vorentscheidung. Gegen Ende langte Verschuren noch zwei Mal sehenswert im Angriff über die Mitte hin und Düren bejubelte einen hart erkämpften Sieg. „Solche Spiele musst du mit viel Selbstvertrauen angehen. Als Favorit hast du mehr zu verlieren, als du gewinnen kannst. Deswegen ist es wichtig, die Oberhand zu behalten“, sagte der Niederländer, der in der vergangenen Saison noch für Moers gespielt hatte. Das 3:1 in Moers war laut Verschuren ein besonderer Sieg, da es evivo nach dem Frusterlebnis der 2:3-Heimniederlage gegen die Netzhoppers wieder gelungen war, auf die Siegesstraße zurückzukehren.
















