evivo gewinnt Krimi
Zum einen präsentierte sich der Gast aus Bamberg stark, stand in der Annahme sicher und hatte mit dem Kanadier Chris Brand einen Vollstrecker im Angriff in seinen Reihen. Düren bekam Brand nur selten in den Griff und musste insgesamt 22 Pluspunkte des Angreifers zulassen. Wie knapp die Partie war zeigt die Tatsache, dass Dürens bester Angreifer Christian Dünnes um einen Zähler besser war. Neben Dünnes für Düren erneut stark: Kapitän Jan Umlauft, der in der Annahme fehlerfrei blieb und 13 Pluspunkte beigetragen hat.
Der nächste Grund, warum der Sieg hoch anzurechnen ist: Düren hat trotz in der Liga beispiellosem Verletzungspech gewonnen. Neben den vier Langzeitverletzten Michael Olieman, René Reinaerts, Alexander Mayer und Niklas Rademacher musste diesmal auch Abwehrchef Fabian Kohl aufgrund einer Mandelentzündung passen. Für ihn war der ehemalige evivo-Abwehrchef Till Lieber eingesprungen. „Ohne Till hätten wir das heute nicht geschafft“, bedankte sich Trainer Sven Anton bei dem Mann, der von 2001 bis 2008 das evivo-Trikot trug und der nach wie vor spielberechtigt ist. Der ehemalige Nationalspieler stand sicher in der Annahme der gegnerischen Aufschläge und sorgte dafür, dass der Dürener Spielaufbau funktionierte. Allerdings war evivo phasenweise anzumerken, dass die vielen Wochen mit vielen Verletzten Spuren hinterlassen haben. In den verlorenen Durchgängen eins und vier kämpfte die Mannschaft zwar, fand aber nicht zu dem starken Spiel in Block- und Feldabwehr, mit dem sie zuletzt noch so erfolgreich war. Der Biss fehlte – im Gegensatz zu den Gästen aus Bamberg, die über die gesamte Distanz mit großen Willen dagegen gehalten haben. „Da haben wir gesehen, dass wir nur stark sind, wenn wir wirklich 100 Prozent spielen“, sagte Jan Umlauft.
Höhepunkt der dramatischen Partie war der Ende des dritten Satzes, der mit 15:20 schon fast verloren war, als Sebastian Kühner das Spielfeld betrat. Der Spielmacher ging volles Risiko im Aufschlag und wurde belohnt. „Ich hatte nichts zu verlieren und hab voll draufgehauen“, erklärte er später mit einem Lächeln auf den Lippen. Dank Kühner konnte Düren ausgleichen. Trotzdem vergingen spannende Minuten des Haareraufens, bis der Satzgewinn beim 30:28 bejubelten werden konnte. „Basti hat uns in der Mitte des Spiels gerettet“, sagte Sven Anton.
Düren bleibt Dank des Sieges Dritter und will diese Position am kommenden Mittwoch beim Auswärtsspiel in Bad Dürrenberg/Spergau festigen.
















