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Spielberichte 09/10

Der Bericht zum Saisonende

Düren muss sich Haching beugen

 

In der Volleyball-Bundesliga belegt evivo düren in der Endabrechnung den dritten Platz. Mit den Volleyballern des SCC Berlin freuen sich die Dürener über das Erreichen des Bronze-Rangs und die direkte Qualifikation für den europäischen CEV-Cup.

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Der Bericht zum Krimi

Am Ende machen Kleinigkeiten den Unterschied


Schon wieder ist evivo düren in einem wichtigen Spiel haarscharf an Generali Haching gescheitert.

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Das Viertelfinale, Teil2

Das Halbfinale klar machen


Das erste Tabu ist gebrochen, das zweite soll gleich folgen. Im ersten Viertelfinal-Spiel um die deutsche Meisterschaft hat Volleyball-Bundesligist evivo düren den Angstgegner Netzhoppers Königs Wusterhausen deutlich mit 3:0 geschlagen. Ein Sieg gegen die Brandenburger war bis dahin so lange her wie gegen kein anderes Team der Liga – über zwei Jahre. Jetzt geht es für Düren darum, auch auswärts bei den Netzhoppers zu bestehen. Die letzten beiden Duelle in der „Brandenburger Hölle“ hat evivo verloren. Jetzt bläst die Mannschaft von Trainer Sven Anton zum Angriff. Gelingt am Mittwoch um 19 Uhr in der Landkost-Arena in Bestensee ein Sieg, dann ist Düren im Halbfinale dabei. Im Falle einer Niederlage treffen sich beide Mannschaften am Ostersamstag in Düren zur entscheidenden Partie wieder. „Wir wollen die Sache schon am Mittwoch klar machen“, sagte Trainer Sven Anton zur Zielsetzung für die Dienstreise in den Speckgürtel von Berlin.

Wie schwer die Netzhoppers zu Hause zu knacken sind weiß evivo aus leidlicher Erfahrung. Im November gab es eine schmerzhafte 2:3-Niederlage. Das Rezept, um in Brandenburg zu bestehen, kennt die Mannschaft ganz genau. „Wenn unsere Annahme so stabil ist wie im Hinspiel, dann hat KW schlechte Karten“, sagte Spielmacher Sebastian Kühner. Der Dürener Spielaufbau war stabil und variabel. Genau da werden die Netzhoppers ansetzen. „Wir sind stark genug, um da zu bestehen“, gab sich der Trainer optimistisch. Ein weiterer Grund für die Zuversicht: Alle Mann, die derzeit nicht auf der Verletzten-Liste stehen, sind fit und motiviert. Das gilt auch für Michael Olieman. Die Rückenprobleme des angriffsstarken Niederländers gehören offenbar der Vergangenheit an. Im Hinspiel kam der Linkshänder erstmals zum Einsatz. Das hat das Konzept von Mirko Culic, dem Trainer der Netzhoppers, durcheinander gebracht. Der Überraschungseffekt ist damit aufgebraucht. Das sorgt die Dürener jedoch nicht. „Je häufiger wir in der neuen Aufstellung zusammen spielen, desto sicherer werden wir“, erklärte Sven Anton. Die Neuigkeit neben Olieman: Düren bester Angreifer Christian Dünnes war in den Außenangriff gewechselt und dominierte das Spiel von dort aus. Spielmacher Sebastian Kühner hatte mit Olieman, Dünnes und Kapitän Jan Umlauft stets drei starke Außenangreifer zur Verfügung. Mit diesem Konzept sowie einem gesunden Maß an Motivation und Ruhe will evivo den Sieg davon tragen.

Die Mannschaft ist sich bewusst, dass das Auswärtsspiel zu einer echten Bewährungprobe werden wird. Denn KW präsentiert sich, unterstützt von einsatzfreudigen Fans in einer kleinen Halle, meist sehr heimstark. Und da zieht die Mannschaft auch ihre Motivation her. „Wir wollen uns vor unserem Publikum stark präsentieren“, sagte Netzhoppers-Kapitän Manuel Rieke.


Wiederschein fällt vier bis sechs Wochen aus

Auf Dürener Seite fehlt beim zweiten Viertelfinalspiel am Mittwoch um 19 Uhr bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen neben den Langzeitverletzten Alexander Mayer und René Reinaerts auch Spielmacher Ilja Wiederschein. Der 32-Jährige wurde am Dienstag an seinem lädierten Knie operiert. Mannschaftsarzt Dr. Jörn Hillekampf vom St. Augustinus Krankenhaus Lendersdorf teilte mit, dass ein Knorpelschaden in Wiederscheins Knie festgestellt worden war, den sein Team und er am Dienstag geglättet haben. Dürens langjähriger Regisseur fällt damit für vier bis sechs Wochen aus. Selbst wenn evivo in das Finale kommen sollte, ist es unwahrscheinlich, dass „Ilse“ in dieser Saison noch einmal auflaufen kann. Für die kommende Spielzeit sieht der evivo-Mannschaftsarzt Dr. Jörn Hillekamp jedoch keine Probleme bei Ilja Wiederschein. Wir wünschen „Ilse“ auf dem Weg natürlich gute und schnelle Besserung.

Für Wiederschein rückt erneut Sebastian Kühner in die Dürener Regiezentrale. Als Ersatz wird diesmal Co-Trainer Björn-Arne Alber fungieren. Der 28-Jährige hat viele Jahre für evivo in der ersten Liga gespielt. Wie schon Ex-Bundesligaspieler Tilo Koch am vergangenen Wochenende wird Alber jedoch hoffen, dass er nicht eingesetzt werden muss. Denn das würde bedeuten, dass Sebastian Kühner problemlos durch die Partie gekommen ist.

 

Starker Start in die Playoffs

Eine eindeutige Antwort

Die Frage war berechtigt: Wie würde evivo düren mit dem großen Verletzungspech, dass die Mannschaft schon die gesamte Saison über plagt und dass vor dem Beginn der Playoffs noch einmal schlimmer geworden ist, umgehen? Bestens – so lautete die deutliche Antwort, die die Volleyballer von der Rur im ersten Viertelfinalspiel um die deutsche Meisterschaft gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen gegeben haben. KW hatte nur im ersten Satz einen Chance. Danach dominierte die Mannschaft, die ohne ihren erfahrenen Spielmacher Ilja Wiederschein auskommen muss, deutlich. Nach den Dauer-Verletzten René Reinaerts und Alexander Mayer fällt Wiederschein mit einem Meniskusschaden, der am Dienstag operativ behoben werden soll, aus. Trotzdem war der Routinier froh. „Basti hat seine Sache sehr gut gemacht“, lobte Wiederschein Sebastian Kühner, den Mann, der jetzt die Fäden zieht. 25:23, 25:19, 25:18 - so lauteten die Satzergebnisse vor 1200 Zuschauern in der ARENA Kreis Düren. Nächste Umstellung im evivo-Spiel: Der Niederländer Michael Olieman spielte erstmals von Beginn an. Er lief auf der Position des Hauptangreifers auf. Christian Dünnes rückte dafür in die Annahme. Und diese Umstellung hat dem Team gut getan. „Es ist egal, auf welcher Position Dünnes spielt. Wir konnten ihn nicht halten“, machte Netzhoppers-Trainer Mirko Culic ein Kompliment an den starken Angreifer. Der Unterschied: Dünnes musste die Hauptlast im Angriff nicht mehr alleine tragen. Mit Olieman, Dünnes und Kapitän Jan Umlauft hatte Sebastian Kühner drei starke Außenangreifer zu Wahl. „Das macht es wesentlich einfacher“, so Kühner. Denn je mehr Optionen Düren im Angriff hat, desto schwerer wird es für den Block der Gegner.

Neben der neuen Aufstellung waren noch zwei weitere Elemente für den Sieg verantwortlich: Neben Dünnes waren vor allem Umlauft und Abwehrchef Fabian Kohl stark. Dazu kam der höchst motivierte Auftritt der Dürener. Das Team hatte noch eine Rechnung offen mit den Netzhoppers. Schließlich musste evivo in der Normalrunde zwei schmerzhafte 2:3-Niederlagen einstecken. Das merkte man beispielsweise Artur Augustyn an. Der Blocker flog bei einer Rettungsaktion auf das Pult des Hallensprechers und kassierte dafür Sonderapplaus.

 

Satz 1: Zu Beginn hat KW die Nase vorne und führt nach Dürener Angriffsfehlern 5:3. Das Blatt wendet sich mit schnell mit starken Aufschlägen von Christian Dünnes. Sebastian Kühner markiert mit einem Block das 8:6. Vor der zweiten technischen Auszeit blockiert der Dürener Spielmacher erneut gut und erhöht auf 16:13. Doch KW kommt seiner geduldigen und abwehrstarken Spielweise zurück. Mit einem Angriffsfehler von Dünnes steht es 22:22. Trotzdem jubelt Düren: Jan Umlauft blockt Matthias Böhme zum 25:23.

 

Satz 2: KW liegt nach guten Angriffen von Böhme 5:2 vorne. Doch Düren kann schnell kontern. Artur Augustyn und Renzo Verschuren blocken, Dünnes verwandelt einen Gegenangriff und evivo führt 12:10. Ein weiterer Kühner-Block, ein Angriff von Olieman und ein Böhme-Fehler bringen Düren auf 18:13 davon. Augustyn beendet den Satz mit einem Ass zum 25:19.

 

Satz 3: Die schlechte Dürener Startphase wiederholt sich abermals: Dünnes verzieht im Angriff und KW führt 4:2. Ein Augustyn/Umlauft-Block sowie ein guter Angriff von Umlauft nach Abwehr von Fabian Kohl bringen das 7:7. In den kommenden Minuten kann sich keine Mannschaft absetzen. Ein Fehler vom Matthias Böhme bringt KW dann mit 15:17 ins Hintertreffen. Der eingewechselte evivo-Blocker Felix Isaak hat seine Hände zum 18:15 an der richtigen Stelle. Es folgen drei Angriffsfehler der Gäste in Folge. Isaak beendet das Spiel mit einem Ass.

 

„Ich bin sehr erleichtert, dass alles so gut geklappt hat. Schließlich haben wir in dieser Aufstellung noch nicht gespielt“, sagte Kühner nach der Partie. Am Mittwoch tritt evivo um 19 Uhr bei den Netzhoppers an und will den Halbfinaleinzug perfekt machen. Sollte das nicht gelingen, dann sehen sich beide Mannschaften am kommenden Samstag in Düren noch einmal wieder. Die Netzhoppers haben jetzt ein paar Tage Zeit, um sich eine Taktik gegen die neue evivo-Aufstellung auszudenken. KW-Kapitän Manuel Rieke machte evivo ein Kompliment. „Diese Verletzungsprobleme können nicht viele Teams kompensieren. Düren hat die Spieler dazu“, sagte er mit anerkennendem Nicken. Gleichzeitig kündigte er an, dass sich sein Team steigern wird. „Wir wollen uns vor unseren Fans zu Hause teuer verkaufen. Beim Hinspiel waren wir zwar nicht schlecht. Im Rückspiel werden wir aber besser sein.“ Das hofft auch evivo-Trainer Sven Anton von seiner Mannschaft. „Je mehr wir jetzt mit der neuen Aufstellung spielen, desto besser werden wir“, sagte der 39-Jährige. Anton zeigte sich zudem erleichtert, dass Olieman, der lange von Rückenproblemen geplagt war und fast ein Jahr pausieren musste, einen großen Schritt zurück zu seiner alten Klasse gemacht hat. Gerade rechtzeitig zur Endphase der Saison. „Wir haben immer gesagt: Er ist da, um uns in den Playoffs zu helfen. Das macht er jetzt.“

 

Das Viertelfinale

Jetzt geht die Saison erst richtig los!

Diese Worte stammen von Christian Dünnes, dem wichtigsten Angreifer des Volleyball-Bundesligisten evivo düren. Die Mannschaft von der Rur will sich in den kommenden Wochen die Belohnung für die gute Arbeit der vergangenen Monate abholen. Die volle Konzentration gilt dabei dem Duell mit dem Netzhoppers Königs Wusterhausen (KW). Die Mannschaft aus Brandenburg ist der Dürener Gegner im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft. Das Duell der beiden Teams beginnt am Samstag, 27. März um 19.30 Uhr in der ARENA Kreis Düren. Dann stehen sich beide Kontrahenten ein erstes Mal gegenüber. Düren hat als Drittplatzierter der Normalrunde zuerst Heimrecht. Die Netzhoppers haben Platz sieben belegt, sind aber nach dem Lizenzentzug des VC Franken noch eine Position nach oben gerutscht. Düren geht als Favorit in das Duell. Dem Wörtchen Aber kommt in diesem Zusammenhang jedoch besonders viel Bedeutung zu: KW ist die einzige Mannschaft, gegen die Düren in dieser Saison bisher noch nicht gewinnen konnte. Zwei Mal gab es eine 2:3-Niederlage gegen die Mannschaft von Ex-evivo-Trainer Mirko Culic. Eine Warnung vor Bruder Leichtfuss dürfte deshalb nicht notwendig sein. Düren hat die Stärken des Gegners zwei Mal schmerzhaft kennen gelernt. „Die sind wie eine Gummi-Wand“, weiß Fabian Kohl, der Dürener Abwehrchef, zu berichten. Die Culic-Truppe ist stark in der Abwehr. Diese Eigenschaft hat die Mannschaft nicht zuletzt Nationalspieler Sebastian Prüsener zu verdanken. „Er zählt sicher zu den besten Liberos in Deutschland“, sagte Kohl ganz neidlos über den Rivalen. Zudem überzeugen bei den Netzhoppers Regisseur Manuel Rieke und Hauptangreifer Matthias Böhme. Letzter ist der einzige Spieler der Liga, der mehr Angriffspunkte gesammelt hat als evivos Christian Dünnes. „Wir müssen dafür sorgen, dass KW an seine Grenzen stößt“, sagte Fabian Kohl voller Selbstvertrauen. Dass evivo dazu in der Lage ist, daran hat der 20-Jährige keine Zweifel. Co-Trainer Keith Hansen stimmt ihm zu. „Wir sind die bessere Mannschaft. Das haben auch die zwei Niederlagen gezeigt. Wenn wir konzentriert spielen, dann haben wir sie im Griff.“ Das war in beiden Duellen dieser Saison bisher nicht lange genug der Fall. Beide Male musste sich evivo mit neuen Verletzungssorgen plagen und konnte das Niveau nicht hoch halten. Beide Mal tanzten die Netzhoppers anschließend ihren Siegestanz, während sich Dürens Spieler über bittere Niederlagen ärgerten. „Unsere Motivation wird sicher sehr hoch sein“, sagte Spielmacher Sebastian Kühner.

Apropos Spielmacher: Während KW erneut in Bestbesetzung gegen evivo antreten kann, muss sich das evivo-Trainerteam um Sven Anton wieder mit Personalproblemen herumschlagen. René Reinaerts und Alexander Mayer sind nach wie vor verletzt und können nicht eingreifen. Jetzt hat es zu allem Unglück auch noch Ilja Wiederschein und Sebastian Kühner erwischt. Beide Regisseure haben Kniebeschwerden und konnten diese Woche bisher noch nicht beziehungsweise nur sehr eingeschränkt trainieren. Die evivo-Verantwortlichen hoffen jedoch, dass zumindest einer der beiden Regisseure bis zum Samstag spielfähig ist.

Wie so oft in dieser Saison ist die Mannschaft also gefragt, enger zusammen zu rücken, um die schwere Aufgabe zu meistern. Wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Viertelfinal-Serie aus Dürener Sicht ist das Publikum. Spieler und Trainer freuen sich darauf, am Samstag wieder auf die starke Unterstützung der vielen Fans zählen zu können.

Zum Einzug in das Halbfinale sind zwei Siege notwendig. Steht nach der Partie am Mittwoch, 31. März in KW noch kein Sieger fest, so fällt die Entscheidung am 3. April mit einem erneuten Spiel in Düren.

Die weiteren Spiele im Viertelfinale

VfB Friedrichshafen – RWE Volleys Bottrop

Generali Haching – TV Bühl

SCC Berlin – EnBW TV Rottenburg

Das Hinspiel des Duells zwischen Berlin und Rottenburg musste aufgrund der Europapokal-Verpflichtungen des SCC vorgezogen werden. Berlin hat 3:0 gewonnen.

 

 
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