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20.03.2010
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Das Finale am 7. März

Volles Haus in Halle

Es wird das Volleyball-Ereignis des Jahres. Selten ist ein Spiel mit so viel Spannung erwartet worden wie das Aufeinandertreffen von evivo düren und dem Titelverteidiger Generali Haching im Pokalfinale im westfälischen Halle am 7. März um 15.30 Uhr.

Eine Tatsache scheint die Volleyball-Fans besonders zu reizen: Der Ausgang des Carolinen Volleyball DVV-Pokalfinales ist völlig offen. Das gilt auch für das Finale der Frauen zwischen dem Dresdener SC und dem VfB Suhl, das am selben Tag ausgetragen wird und um 13 Uhr beginnt. Schon jetzt sind 7500 Tickets für das größte Fest des deutschen Volleyballs im Gerry Weber Stadion verkauft. So gut ist der Vorverkauf bisher noch nie verlaufen. Auch nicht vor zwei Jahren, als evivo zum ersten Mal den Sprung in das Mekka des deutschen Volleyballs nach Halle geschafft hat. Der Dürener Auftritt in Halle 2008 soll noch überboten werden. Sowohl was die Zahl der Fans angeht, die den Weg aus dem Rheinland nach Westfalen antreten werden, als auch im Bezug auf die Titelausbeute. "2008 war ein Vorgeschmack auf das, was sein könnte", sagte Rüdiger Hein, der Geschäftsführer von evivo düren. Damals sorgte eine lautstarke und rote Wand aus Düren auf den Tribünen für Aufsehen. Der Sponsor Rurtalbahn hatte die evivo-Fans mit einem Sonderzug nach Halle gebracht. Diese spektakuläre Aktion wird jetzt wieder aufgelegt – und zwar im größeren Stil: „Wir hoffen, dass wir 1200 bis 1400 Fans aus Düren mobilisieren können“, so Hein.

Auf dem Feld wäre evivo 2008 beinahe die Sensation gelungen. Knapp mit 2:3 hat Düren damals gegen den VfB Friedrichshafen den Kürzeren gezogen. Das soll jetzt anders werden. Die neu formierte Dürener Mannschaft will endlich den ersten großen Volleyball-Titel an die Rur holen. „Wir sind vor der Saison ein großes Risiko eingegangen, weil wir 70 Prozent der Mannschaft ausgetauscht haben“, schilderte Hein den Neuaufbau. „Bei diesem Wagnis hatten wir offenbar eine glückliche Hand. Unsere Mannschaft ist stark. Und sie harmoniert sehr gut.“ Dem stimmte Jan Umlauft, der aus Frankreich zurückgekehrte Kapitän der Dürener, zu. „Wir zeigen viel Leidenschaft. Und das macht uns stark“, betonte der 22-Jährige, der gleich ein Versprechen folgen ließ. „Ich verspreche unseren Fans, dass wir um jeden Ball kämpfen werden und versuchen, Haching immer unter Druck zu setzen.“ Schließlich gibt es am 7. März viel zu gewinnen. Nachdem evivo trotz der vielen Verletzten zunächst das Spitzenteam SCC Berlin und dann im Halbfinale sogar den großen Favoriten VfB Friedrichshafen ausschalten konnte, ist das Selbstvertrauen in Düren groß. „So gute Chancen hatten wir noch nie“, betonte der evivo-Kapitän bei einem Vorab-Besuch in Halle. 50:50 – so wird die Ausgangslage vor dem Duell in beiden Lagern eingeschätzt. Das Vertrauen in die eigene Stärke hat evivo jedoch keinesfalls exklusiv. „Wir nehmen den Pokal am 7. März wieder mit nach Haching“, kündigte Generali-Blocker Roy Friedrich in Halle an. Die Ansage kommt nicht von ungefähr. Die Bayern zählen zu den spielstärksten Teams der Liga, sind gespickt mit Nationalspielern und haben noch eine Rechnung offen. Im November jedoch musste sich Generali zu Hause den Dürener geschlagen geben. „Das wollen wir wieder gerade rücken“, so Friedrich. Und Jan Umlauft, Friedrichs ehemaliger Mannschaftskollege in der Talentschmiede VC Olympia Berlin, entgegnete: „Wir haben keine Angst vor Haching.“ Genau so wenig wie vor der Kulisse und vor der Tatsache, dass evivo diesmal nicht, wie 2008, ohne jeden Druck aufspielen kann. Auch wenn Rüdiger Hein die Favoritenrolle in Richtung des Titelverteidigers geschoben hat – der krasse Außenseiter ist evivo diesmal nicht. „Wir sind als Mannschaft richtig gut zusammen gewachsen und ich denke nicht, dass uns die Tatsache, dass wir eine gute Chance haben, davon abhalten wird, eine emotionale Leistung zu zeigen“, so Jan Umlauft.

Unterstützung erhält evivo nicht nur von den vielen Schlachtenbummlern aus Düren, die nach Halle reisen werden. Der gesamte Westdeutsche Volleyball Verband (WVV) steht hinter den Mannen von Trainer Sven Anton. Präsident Matthias Fell hat für den 7. März ein Spielverbot auf Landesebene verhangen, damit alle Volleyballerinnen und Volleyballer des WVV die Möglichkeit haben, evivo als einzigem Vertreter des Westens die Daumen zu drücken.

 

Die Tickets werden knapp:

Von den für evivo reservierten 1000 Karten sind mittlerweile nur noch knapp 300 Stück verfügbar. Wer Teil der roten Dürener Wand im Gerry Weber Stadion sein will, sollte sich also beeilen. Hier sei noch einmal an das evivo-Fanpaket erinnert. Für 51 Euro können die Anhänger die Zugfahrt von Düren nach Halle mit der Rurtalbahn, ein Fan-T-Shirt und die Eintrittskarte buchen.

Unabhängig davon besteht natürlich die Möglichkeit, über den freien Verkauf Tickets für das Finale zu erwerben. Auch hier ist Eile geboten. Von den 11000 Plätzen im Gerry Weber Stadion sind mittlerweile nur noch 3500 verfügbar.


 
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