Bühl ist besser
Nichts war´s mit dem Sieg im Schwarzwald. In der Volleyball-Bundesliga musste evivo düren auswärts die Überlegenheit des TV Bühl anerkennen. Mit 0:3 hat Düren im Schwarzwald verloren.
17:25, 18:25, 22:25 lauteten die Satzergebnisse. „In der derzeitigen Konstellation ist Bühl die bessere Mannschaft“, erkannte Dürens Trainer Söhnke Hinz an. Die Konstellation ist eine von Personalproblemen gebeutelte Dürener Mannschaft, der es an Erfahrung fehlt, um mit den Ausfällen umzugehen. Bühl auf der anderen Seite präsentierte sich als kompakte Mannschaft. Mehr Erfahrung, weniger Ausfälle, dazu ein durchgehend gutes Niveau – so hat Bühl die Partie zu jeder Zeit kontrolliert.
„Wir hatte am Anfang viele Probleme mit dem guten Aufschlag der Bühler“, erklärte Hinz, warum die Gastgeber sich früh im ersten Satz absetzen konnte. Schon zur Hälfte war der Durchgang entschieden. „Wir sind einfach nicht konstant genug“, sagte Kapitän Jaromir Zachrich. Die beiden jungen Annahmespieler Nicolai Kracht und Christian Fromm mussten durchspielen. Der verletzte Joe Deimeke konnte nur einmal kurz eingewechselt werden. Verschnaufpausen und Wechselmöglichkeiten für den Fall des hohen Drucks Fehlanzeige. „Man muss auch anerkennen, dass Bühl gut gegen unsere beiden besten Angreifer gespielt hat“, sagte der Trainer. Christian Fromm und Matthias Böhme mussten sich ständig mit einer guten Block- und Feldabwehr auseinandersetzen. „Die beiden haben schon gezeigt, dass sie sich in schweren Situationen durchsetzen können. Aber das gelingt nicht immer. Das muss man ihnen zugestehen. Schließlich tragen sie zum ersten Mal so viel Verantwortung“, so der Trainer.
Im Mittelblock hatte Neuzugang Tibor Filo seinen ersten Einsatz im Dürener Trikot. Er erhielt zunächst den Vorzug vor Georg Klein. Die Gründe: Filo verfügt über einen guten Sprungaufschlag. Und weil die Deckenhöhe in Bühl sehr niedrig ist, kann es sich lohnen, mit viel Druck aufzuschlagen. „Tibor hat seine Sache gut gemacht“, lobte der Trainer den Neuen. Im letzten Durchgang lief das Dürener Spiel besser. Düren blieb auf Augenhöhe. Diesmal sorgte kein frühzeitiger Rückstand für die Entscheidung sondern zwei Fehler.
„Wir haken dieses Spiel sehr schnell ab. Jetzt zählen nur noch die nächsten beiden Partien“, verwies Hinz auf die Auswärtsaufgabe in Rottenburg und das Heimspiel gegen Bottrop. Gewinnt evivo gegen den Vorletzten und den Letzten, dann sind die Karten gut, dass der Sprung in die Endrunde gelingt. Die Einstellung dazu habe die Mannschaft. „Es kann wirklich niemand behaupten, dass die Jungs nicht wollen. Das war bei keinem Spieler zu keinem Zeitpunkt der Fall. Die Konstellation ist derzeit einfach schwierig.“