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20.03.2010
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Der Blick geht nach vorne

Ein Team, dem wir Dank schulden......


Der Stachel der Enttäuschung sitzt nach wie vor tief. Die Mannschaft von evivo düren hat den lang ersehnten ersten Titel knapp verpasst und im Pokalfinale 2:3 gegen Titelverteidiger Generali Haching verloren. Langsam, aber sicher setzt sich jedoch in Düren ein anderes Gefühl durch: der Stolz. Das wurde auf einer Feierstunde, die Mannschaft, Sponsoren und Fans gemeinsam begangen haben, deutlich. „Wir haben hier ein Team, dem wir Dank schulden“, sagte evivo-Geschäftsführer Rüdiger Hein. Damit meinte er natürlich das Dürener Volleyball-Team – aber nicht nur. Der Reihe nach.

„Wenn uns das einer vor sieben Monaten gesagt hätte....“, deutete Hein an, dass die Verantwortlichen des Dürener Volleyballs sehr zufrieden sind mit dem bisherigen Verlauf der Saison. Die Mannschaft wurde im Sommer neu zusammengestellt. Und das hat, nach zwei mageren Jahren zuvor, gefruchtet. „Ihr habt uns viele Dinge zurückgegeben, die zuletzt gefehlt haben“, so Hein weiter. Beispielsweise den Spaß, einer einsatzfreudigen und leidenschaftlichen Mannschaft auf dem Spielfeld zuschauen zu können. Den Begriff vom Dürener Team weitete Hein anschließend aus. „Ich möchte mich bedanken bei denen, die eine großartige Leistung geboten haben.“ Damit spielte er auf die Fans an. Es sei unglaublich gewesen, was der rot-weiße Anhang in Halle vollbracht habe. Nicht nur, weil weit über 1500 Fans den Weg nach Halle/Westfalen gemacht hatten. Sondern auch, weil alle Dürener Fans fünf Sätze lang keine Rücksicht auf Stimmbänder und mögliche Blasen an den Händen genommen haben. Vor allem in den Momenten, in denen die Enttäuschung groß gewesen sei. „Da wurden die anderen Anhänger oft ruhig“, blickte Hein zurück. „Nicht so die Dürener. So eine Fan-Gemeinde begeistert die Sponsoren.“ Und zwar so sehr, dass die Geldgeber selbst zu Fans geworden sind. Kein unterkühltes Beobachten bei gekühlten Getränken – die evivo-Sponsoren waren genau so lautstark und leidenschaftlich mit dabei. Ein besonderer Dank ging an Geschäftsstellenleiter Josef Kaulen. „Er hat die Logistik und Organisation perfekt gemacht. Großes Kompliment“, sagte Rüdiger Hein, der den Blick schließlich in Richtung der kommenden, wichtigen Aufgaben lenkte. „Wir brauchen keinen Trost. Wir wollen was erreichen.“

Die evivo-Spieler meldeten sich ebenfalls zu Wort. Kapitän Jan Umlauft gewährte einen kurzen Einblick. „Die Enttäuschung sitzt natürlich ziemlich tief. Der Titel war zum Greifen nah. Das tut weh.“ Den Weg in die sportliche Zukunft sieht der 23-Jährige deutlich abgezeichnet. „Hier in Düren herrscht ein guter Zusammenhalt. Wir werden die Enttäuschung weg stecken können.“ Das bestätigten auch Renzo Verschuren und Christian Dünnes. Mit dem Rückhalt der Fans sei in Düren viel möglich. Wichtig sei jetzt die Konzentration auf die nächste, schwere Aufgabe am Sonntag auswärts in Rottenburg. „Und da sind wir froh, dass wir wieder auf euch zählen können“, sagte Trainer Sven Anton zu der Tatsache, dass der Fanklub die Mannschaft ins Schwabenland begleiten wird.

Wichtige Spiele und Ziele liegen vor evivo. Und die Pokal-Siege über den SCC Berlin und den VfB Friedrichshafen sowie die erfolgreiche Bundesliga-Saison bisher geben dem neuen evivo-Team Selbstvertrauen.



 

Fotos, bewegte und bewegende Bilder aus Halle

Und hier der Bericht vom WDR "Aktuelle Stunde" über die Zugfahrt der Fans nach Halle und Eindrücke während und nach dem Spiel.

Die ersten Fotos vom Pokalfinale geschossen von Karl-Heinz Jansen und Josef Kaulen finden Sie hier , weitere Fotos auf

dn-woche, AZ.WEB.de

Bewegte und bewegende Bilder gibt es von der Dürener Illustrierten.

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Stimmen aus Halle

Die ersten Reaktionen nach dem knappen 2:3 im Pokalfinale aus dem Dürener Lager - eingefangen von Radio Rur. Vielen Dank!

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Der Dank gilt allen Beteiligten - Kopf hoch!

Die Geschäftsführung und alle verantwortlich Handelnden von evivo düren möchten sich auf diesem Wege für das „Erlebnis Halle“ bedanken.

 

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2:3 im Pokalfinale

So knapp am Titel vorbei

Sprachlos und tieftraurig hat evivo düren das Gerry-Weber-Stadion in Halle/Westfalen verlassen. Der Schock über die 2:3-Niederlage (25:21, 25:23, 14:25, 14:25, 10:15) sitzt tief: Nach zwei ersten Sätzen, die Evivo für sich entscheiden konnte, unterlag das Team von Trainer Sven Anton in den drei folgenden Sätzen Generali Unterhaching. Der Pokal und der Titel, die nach der ersten Spielstunde in greifbare Nähe gerückt waren, reisten nach Bayern. Wie bitter das ist, war den Spielern während der Siegerehrung deutlich anzusehen. Schließlich lässt sich die Niederlage logisch nicht erklären. In den ersten anderthalb Sätzen stand der Block, brillierte die Annahme, lehrte der Angriff den Gegner das Fürchten. Doch dann kam auf der Gegenseite Sebastian Schwarz auf das Feld. Wenngleich der Hachinger Angreifer sicherlich nicht als Einzelperson spielentscheidend war, so markiert er doch einen „symbolischen Wendepunkt“, wie Libero Fabian Kohl es nach dem Spiel ausdrückte. Evivo ließ nach, während Haching an Selbstbewusstsein gewann. Das zeichnete sich schon gegen Ende des zweiten Satzes ab, den Düren nur knapp mit 25:23 gewann. Im dritten und vierten Satz kosteten Annahmefehler evivo wertvolle Punkte, sodass Haching beide mit jeweils 25:14 eindeutig eintütete. Der Tie-Break begann mit einem offensiven Aufbäumen von Evivo. Sowohl die Spieler gingen noch einmal in die Vollen als auch die Fans. Der rot-weiße Block hatte schon vier Sätze lautstark getrommelt und gesungen, während des gesamten fünften Satzes jedoch übertönte die tosende Unterstützung für Evivo alles andere: Die Fans gaben alles und zeigten „ihren“ Spielern, wie sehr sie an sie glauben. Und die überzeugten „Düren“-Rufe hörten selbst dann nicht auf, als Haching das Ruder wieder herumriss und einen Vorsprung ausbaute, der in einem 15:10 mündete. Dafür dankt Evivo seinen treuen Anhängern, denn das hat den Jungs in einer wirklich dunklen Stunde Kraft gegeben. Für neue Herausforderungen.

 

Ein Bericht folgt....

 

 
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