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Düren bleibt in Friedrichshafen sieglos
0:3 beim VfB – die nächste Niederlage gegen den übermächtigen Gegner. Der Optimismus, den Trainer Sven Anton und die Fans vor dem Spiel verbreiteten, reichte nicht, um die schwarze Serie zu beenden. Im ersten Teil des Playoff-Halbfinales unterlag evivo düren beim VfB Friedrichshafen gegen einen letztlich deutlich überlegenen Gastgeber in drei Sätzen. Damit bleibt die ZF-Arena am Bodensee für unseren Verein eine uneinnehmbare Festung. Nun muss unsere Mannschaft am Samstag in Düren die Wende schaffen, um weiterhin vom Einzug ins Finale träumen zu können.
Jubel im Vereinsheim des DTV, wo sich die evivo-Fans, die nicht an den Bodensee gereist waren, zum Public Viewing getroffen hatten. Ihre Mannschaft führte in Friedrichshafen gegen den klaren Favoriten, weil sie die vorab bereits gefürchtete Stärke im Block zeigte und den Gegner unter Druck setzte. Leider hielt die gute Stimmung nur wenige Minuten bis zum 8:6 im ersten Satz. Nach der technischen Auszeit erzielte das Team von Stelian Moculescu vier Punkte in Folge. Während die Gäste immer weniger Aktionen zu einem erfolgreichen Abschluss brachten, kamen die Häfler nun in Schwung. Mit gnadenlosen Aufschlägen brachten sie die Dürener Annahme durcheinander und am Netz hatten sie meistens auch die besseren Ideen. So endete der Satz trotz des guten Starts mit einem enttäuschenden 14:25.
Der zweite Durchgang lieferte wenige Argumente, um neuen Optimismus bei unserer Mannschaft und den Fans im Vereinsheim zu wecken. Friedrichshafen verdeutlichte seinen Anspruch auf die Titelverteidigung und dominierte die Partie fast nach Belieben. Der Kommentar des Reporters beim Internetsender CPM24, dass die VfB-Spieler gerade tun können, was sie wollen, beschrieb die Situation zu dieser Zeit ziemlich treffend. Düren versuchte, die Dominanz des Gegners mit kämpferischem Einsatz auszugleichen, fand jedoch kein passendes Mittel. Beim 16:25 sank die Hoffnung auf einen Coup am Bodensee.
Als unserer Mannschaft im dritten Satz ein noch deutlicherer Untergang drohte, erzielte sie plötzlich wieder ein paar Punkte. Die Gastgeber wurden im Gefühl des sicheren Sieges etwas nachlässiger, was evivo mit verbesserter Effizienz im Block und Angriff nutzte, um den klaren Rückstand zu verkürzen. Aber dieser leichte Aufschwung kam viel zu spät. Friedrichshafen verwandelte rechtzeitig den Matchball und zerstörte auch den letzten Hoffnungsschimmer der Dürener an diesem Mittwochabend. 20:25 endete der letzte Satz aus unserer Sicht. Statt endlich einmal am Bodensee zu gewinnen, mussten wir wieder eine klare Niederlage gegen den VfB verkraften.
Nun braucht evivo die lautstarke Unterstützung der Fans in der eigenen Arena. Am Samstagabend müssen wir den amtierenden Meister bezwingen, um noch eine Wende im Halbfinale zu schaffen. Wenn Friedrichshafen auch in Düren gewinnt, ist die Saison für uns beendet. Um ein solches Szenario zu verhindern, muss unsere Mannschaft die Leistung aus den ersten und letzten Minuten des Auswärtsspiels stabilisieren und darauf hoffen, dass beim VfB nicht immer alles so einwandfrei funktioniert wie am Mittwoch. Evivo steht vor einer sehr schweren, aber nicht unmöglichen Aufgabe. Vielleicht hilft uns ja auch das Datum der zweiten Partie. Erleben wir am Osterwochenende die Auferstehung einer Dürener Volleyballmannschaft?
Markus Schnitzler
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