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Evivo hofft auf Lichtblick im Schwarzwald
Der Schwarzwald erhielt einst seinen Namen, weil es zwischen den Bäumen oft ziemlich dunkel und unheimlich war. Für evivo Düren mutierten zuletzt auch einige Bewohner dieser Region zu Schreckgespenstern. In der Hinrunde der laufenden Saison unterlag unser Volleyball-Team dem TV Bühl trotz zweimaliger Führung noch im Tiebreak. Das 13:15 sorgte angesichts vieler verpasster Chancen für großen Frust. Ähnlich schlechte Stimmung gab es beim bislang letzten Auftritt in der Schwarzwaldhalle. Düren verlor dort ebenfalls nach fünf Sätzen. Damals spielte noch unser ehemaliger Hauptangreifer Heriberto Quero für Bühl.
Die Schwarzwälder zeigen auch in der aktuellen Saison starke Leistungen. Sie liefern sich ein heiß umkämpftes Duell um den vierten Platz mit dem Moerser SC, gegen den unsere Mannschaft am vergangenen Samstag letztlich chancenlos war. Die direkten Duelle endeten jeweils mit einem 3:2 für den Gastgeber. Ende Oktober triumphierte der MSC, am vorletzten Mittwoch war Bühl erfolgreich. Dabei erwies sich der Schweizer Joel Bruschweiler neben dem Kapitän Matthias Pompe als bester Scorer. Auch die beiden Brasilianer Cruz de Carvalho und Moises dos Santos verdienen besondere Aufmerksamkeit. Uns steht auf jeden Fall ein sehr schweres Spiel bevor. Als zusätzliches Problem könnte sich die enge, niedrige Halle mit der speziellen Atmosphäre erweisen.
Damit die Stimmung für evivo etwas besser ist, werden einige Moskitos am Samstagabend in Bühl dabei sein, um unsere Mannschaft vor Ort lautstark zu unterstützen. Alle Dürener Fans, ob in Bühl oder zuhause, hoffen natürlich, dass dieses Auswärtsspiel wieder mit einem Sieg endet. In Bestensee gegen die Netzhoppers zeigte unser Team, dass es in fremden Hallen in dieser Saison offensichtlich erfolgreicher spielt. Einem Heimsieg stehen vier gewonnene Spiele vor fremdem Publikum gegenüber. Deshalb benötigt evivo nun dringend weitere Punkte, um sich wenigstens die Chance auf die Qualifikation für die Playoffs zu erhalten. Auf Gotha und Mitteldeutschland, die aktuell die Ränge sieben und acht belegen, hat Düren jeweils zwei Punkte Rückstand, während die Netzhoppers als Sechster schon sechs Punkte mehr aufweisen.
Wenn unsere Spieler die Nerven behalten und die richtige Mischung aus Leidenschaft und Ruhe finden, lässt sich der Plan verwirklichen. Wenn sie außerdem die sich bietenden Chancen besser nutzen als am vergangenen Wochenende, rückt der erhoffte Sieg noch näher. Wenn die Fans dann – statt zu pfeifen und zu jammern – alle kräftig die Daumen drücken und die Mannschaft unterstützen, steht dem Erfolg kaum noch etwas im Weg. Um es mit einem Klassiker der Höhner zu sagen: „Kumm, loss mer fiere, nit lamentiere. Jet Spass un Freud, dat hät noch keinem Minsch jeschad.“
Markus Schnitzler
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